Klimafakt
Donut-Ökonomie
Die Donut-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben. Es ist ein nachhaltiges Modell, das danach strebt, menschliche Bedürfnisse innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde zu erfüllen. Dieses Modell erfordert ein Umdenken bei der Nutzung natürlicher Ressourcen, indem die nicht nachhaltige Ausbeutung gestoppt wird. Das Modell wurde von der Ökonomin Kate Raworth entwickelt und ist derzeit das Wirtschaftsmodell von Amsterdam (2021).
Was ist eine Donut-Ökonomie?
Das Modell wird als „Donut-Ökonomie“ bezeichnet, weil es ein Diagramm in Form eines Donuts hat. Es ist ein dicker Kreis mit einem Loch in der Mitte. Die wesentlichen Bedürfnisse der Menschheit befinden sich innerhalb des Kreises, im Zentrum – beispielsweise sauberes Wasser, Bildung und Gesundheitsversorgung. Der Donut symbolisiert einen Ort, an dem menschliche Notwendigkeiten innerhalb der planetaren Grenzen erfüllt werden. Mit anderen Worten: Dies ist der „gute“ Teil. Der Raum außerhalb des Donuts symbolisiert den Überkonsum der Ressourcen der Welt. Dieser Raum ist der, in dem menschliche Handlungen zu Klimawandel und Verlust der Biodiversität führen.
Neun ökologische Grenzen
Im Modell hat die Erde hauptsächlich neun ökologische Grenzen. Dies sind Klimawandel, Versauerung der Ozeane, chemische Verschmutzung, Stickstoff- und Phosphorverschmutzung (Nährstoffverschmutzung durch Düngemittel) und Süßwassernutzung. Außerdem Landumwandlung (für Straßen und landwirtschaftliche Flächen), Verlust der Biodiversität, Luftverschmutzung und Verringerung der Ozonschicht.
12 soziale Ziele
Außerdem hat die Donut-Ökonomie 12 soziale Ziele, im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung Zielen (SDGs). Diese sind Ernährung, Gesundheit, Bildung, Einkommen und Arbeit, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergleichstellung, Wohnen, Sozialkapital, Energie und Wasser.
Die Donut-Ökonomie steht im Gegensatz zu den Wirtschaften von heute. Der Zweck ist es, eine florierende Wirtschaft zu schaffen und sich vom gegenwärtigen Fokus auf konstantes Wirtschaftswachstum zu lösen.
Die Donut-Ökonomie in Amsterdam
Im Jahr 2020 wurde Amsterdam die erste Hauptstadt der Welt, die die Donut-Ökonomie als Modell verwendet. Die Entwicklung folgte auf die Covid-19-Pandemie, um eine nachhaltigere Wirtschaft zu schaffen. Die Gemeinde begann damit, zu untersuchen, wie die Stadt eine florierende Wirtschaft schaffen könnte. Unter vielen Dingen untersuchten sie auch, wie sie nachhaltig mit Respekt für das Wohlergehen aller Lebewesen existieren können.