Klimafakt

Karton und Emissionen

Karton ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten Verpackungsmaterialien und zudem ein relativ umweltfreundliches. In Bezug auf Karton und CO₂-Emissionen weist das Material sehr geringe Emissionen auf. Laut einigen Studien ist Karton im Vergleich zu Kunststoff und Glas außerdem die klimafreundlichste Verpackung.

Karton, Plastik oder Glas?

Es gibt mehrere Aspekte, die bestimmen, ob ein Verpackungsmaterial klimafreundlich ist. Dies hängt von verschiedenen Phasen des Lebenszyklus des Produkts ab. Studien zeigen, dass Karton in den meisten Bereichen besser ist als die anderen Alternativen.

Viele Aspekte müssen gut zusammenspielen, damit ein Verpackungsmaterial als nachhaltig eingestuft werden kann. Vor allem muss die Verpackung ihren Zweck gut erfüllen – das heißt, den Inhalt wirksam schützen. Andernfalls besteht das Risiko größerer Verschwendung, was insbesondere bei Lebensmitteln von Bedeutung ist. Ein Verpackungsmaterial sollte außerdem einfach und leicht zu transportieren sein. Häufig gilt ein Material als nicht nachhaltig, weil es beim Transport zu viel wiegt. Wichtig ist auch, dass sich das Material leicht recyceln lässt – mit anderen Worten, dass im Recyclingprozess nicht viel Energie dafür aufgewendet werden muss.

Laut Studien des IVL, des Schwedischen Umweltforschungsinstituts, haben Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Karton die gleichen negativen Auswirkungen auf die Eutrophierung. Das bedeutet, dass alle Verpackungen aus Karton, Kunststoff oder Glas zu Emissionen von Stickstoff und Phosphor beitragen. In diesem Bereich ist Karton nicht besser als die anderen Alternativen. Allerdings ist Karton bei geringeren CO₂-Emissionen überlegen – unter anderem, weil das Material leichter zu verarbeiten ist.

Karton und CO₂-Emissionen heute

Karton wird aus nachwachsenden Rohstoffen in Form von Zellulose hergestellt, was ihn zu einer umweltfreundlichen Option macht, die bei der Verbrennung nicht zum Klimaeinfluss beiträgt. Die Zellulose für Karton stammt hauptsächlich aus Holz. Die Treibhausgasemissionen aus der Produktion liegen zwischen 0,25–1 kg CO₂-Äquivalenten pro kg Material. Dies hängt von dem sogenannten Energiemix ab, der während der Produktion verwendet wird. In Schweden wird ein vergleichsweise grüner Energiemix genutzt, was bedeutet, dass die Produktion weitgehend mit erneuerbarer Energie erfolgt. Zahlen zeigen, dass Karton im besten Fall mit bis zu 95 % fossilfreier Energie hergestellt wird.

In Schweden haben wir eine Produzentenverantwortung für Kartonverpackungen. In der Praxis bedeutet das, dass die Industrie über die Förpacknings- och Tidningsinsamlingen (FTI) die Hersteller pro Kilogramm dafür zur Kasse bittet, die Verantwortung für die Sammlung und das Recycling von Karton zu übernehmen. Mehr dazu können Sie unter der Überschrift „recycling of cardboard in Sweden“ lesen. Außerdem wurden im Jahr 2017 landesweit insgesamt 13,2 kg Papierverpackungen pro Person gesammelt.

Karton und Klimaauswirkungen

Wie bereits erwähnt, wird Karton aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, nämlich aus Zellulose. Diese Substanz kommt in allen Pflanzen vor und ist der am häufigsten vorkommende Stoff in der Natur. In Schweden wird Zellulose überwiegend aus Holz aus Wäldern gewonnen. Das führt zu einem deutlich geringeren Klimaeinfluss als zum Beispiel Kunststoff, der aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird – Stoffen, die bei der Verbrennung offensichtlich höhere Emissionen verursachen. Glas ist zwar ebenfalls ein natürlicher Rohstoff (Sand), doch diese Verpackungsvariante ist deutlich schwerer. Dadurch entstehen beim Transport mehr CO₂-Emissionen. Karton hingegen lässt sich leicht verpacken und eignet sich sehr gut für einen optimalen, leichten Transport.