Klimafakt

LULUCF

LULUCF steht für Land Use, Land-Use Change and Forestry (Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft). Es ist einer von sechs Bereichen, über die Nationen an die UN berichten. Genauer gesagt, an das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC). Der Zweck der Berichte ist die Bekämpfung des Klimawandels.

LULUCF

Die Berichte werden als Mittel zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen verfasst. Der Schwerpunktbereich LULUCF ist einer der wichtigsten Sektoren dafür, da er heute enorme Emissionen verursacht. Außerdem kann der Sektor als Kohlenstoffsenke fungieren. Ein Wald hat zum Beispiel eine hohe Fähigkeit, CO2 zu speichern. Forstwirtschaft und Entwaldung verhindern oder minimieren diese Möglichkeit.

Außerdem berichten Nationen einmal im Jahr über die Fortschritte bei LULUCF. Zum Beispiel ist die schwedische Umweltschutzbehörde für die Berichte in Schweden verantwortlich.

Ein Beispiel für LULUCF-Arbeit

Wie erwähnt, konzentrieren sich die Berichte auf Treibhausgasemissionen und -entfernungen. Andere Bereiche neben LULUCF sind der Energiesektor und der Sektor Industrielle Prozesse und Produktverwendung (Industrial Processes and Product Use, IPPU). Wenn man Schweden als Beispiel nimmt, berichtet die Nation seit 1990 jährlich über diese Entwicklungen. Außerdem stimmen die Berechnungen seit 2006 mit den Richtlinien des IPCC überein. Die schwedischen Berichte sowie die Berichte aus anderen Nationen sind auf der UNFCCC-Webseite verfügbar.

Wie oben erwähnt, ist die schwedische Umweltschutzbehörde für die Klimaberichterstattung Schwedens verantwortlich. Kurz gesagt, delegiert die Organisation Aufgaben unter anderem an SMHI (Swedish Meteorological and Hydrological Institute) und SLU (Swedish University of Agricultural Sciences).

Außerdem haben die Berichte zu einer Diskussion über die Nachhaltigkeit der schwedischen Forstwirtschaft beigetragen. Das schwedische Modell nutzt Wälder für „maximalen Nutzen im Rahmen dessen, was nachhaltige Forstwirtschaft sein kann“. Dies steht im Konflikt mit den Vorschriften der Europäischen Union (EU), die existieren, um Wälder zu schützen, damit sie Kohlenstoff speichern können. Die schwedische Forstindustrie erntet Wälder schnell für Holz und Biokraftstoff. Im Gegensatz dazu erklärt die EU, dass Entwaldung reguliert werden und ein klares Limit haben sollte.

Die Debatte über die schwedische Forstwirtschaft

Heute gibt es eine stark polarisierte Debatte über die schwedische Forstwirtschaft. Zum Beispiel hat die Organisation „Schwedische Naturschutzgesellschaft“ (Naturskyddsföreningen) sie 2022 an die EU berichtet. Sie argumentieren, dass die schwedische Forstwirtschaft die Gesetze der EU bricht. Wie zum Beispiel das Ziel, die Biodiversität in Wäldern zu schützen.

Berichterstattung

Dieser Abschnitt setzt das Beispiel der LULUCF-Berichterstattung aus Schweden fort. Im Detail hat der zuvor erwähnte Bericht über LULUCF von SLU sechs Teile. Diese sind Waldflächen, landwirtschaftliche Flächen, Weideflächen, Feuchtgebiete, bebaute Flächen und sonstige Flächen. Sie berichten zum Beispiel über Veränderungen im Kohlenstoffbestand kultivierter Flächen wie Waldflächen. Mit anderen Worten: Die Berichte zeigen auf, wie viel Kohlenstoff in Waldflächen gespeichert wird. Bemerkenswert ist, dass ein Baum Kohlenstoff in Teilen wie Wurzeln und Zweigen speichert. Außerdem ist CO2 in totem Material gebunden, wie totem Holz. Daher ist auch die Speicherung in neu gebauten Gebäuden, wie Holzhäusern, enthalten.

Außerdem umfassen die LULUCF-Berichte Lachgasemissionen. Dieser Abschnitt befasst sich mit Mineralisierung und Emissionen aus Waldbränden.

Weitere Fakten

Eine weitere einfache Möglichkeit, LULUCF zu verstehen, besteht darin, dass es sich auf die Menge an Kohlenstoff bezieht, die in Böden und Wäldern gespeichert ist. Der Bericht gibt einen Gesamtüberblick über die jährliche Nettoentfernung von Treibhausgasen, das heißt, die gesamten Emissionen und Entfernungen durch den LULUCF-Sektor.

Quellen: Swedish Environmental Protection Agency, SLU, Swedish Society for Nature Conservation, UNFCCC