Klimafakt

Umweltauto

Ein Umweltauto, manchmal auch „Green Car“ oder „Ökoauto“ genannt, ist ein Fahrzeug, das deutlich weniger Emissionen verursacht als ein typischer Benziner oder Diesel. Was genau darunter fällt, hängt vom Land und der jeweiligen Behörde ab. Häufig zählen Hybrid-, Elektro-, Gas- und Ethanolfahrzeuge dazu, außerdem besonders sparsame Benzin- und Dieselmodelle, die strengere Emissionsgrenzwerte einhalten.

Wie es reguliert wird

In der EU müssen neu verkaufte Pkw einen flottenweiten CO₂-Durchschnittswert einhalten, derzeit 95 g CO₂ pro Kilometer, der im Laufe der 2020er-Jahre weiter verschärft wird. Ab 2035 müssen alle in der EU verkauften Neuwagen und Transporter am Auspuff null CO₂ ausstoßen, was das Ende für den Verkauf neuer Verbrenner bedeutet. Viele andere Länder haben eigene Varianten dieser Standards, dazu Kaufprämien, Steuererleichterungen oder Bonus-Malus-Systeme, die emissionsarme Fahrzeuge belohnen und emissionsstarke bestrafen.

Warum Autos eine Rolle spielen

Der Straßenverkehr verursacht laut der Internationalen Energieagentur rund 15 % der weltweiten CO₂-Emissionen, knapp die Hälfte davon entfällt auf Pkw. Der Umstieg auf ein Elektro- oder Hybridfahrzeug kann das spürbar senken, vor allem wenn das lokale Stromnetz CO₂-arm ist. Allerdings hat auch die Herstellung jedes neuen Fahrzeugs, E-Autos eingeschlossen, einen eigenen Emissionsfußabdruck, vor allem durch die Batterieproduktion. Insgesamt weniger zu fahren (mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder Carsharing) bleibt daher die klimafreundlichere Option.