Klimafakt
Xenobiotika
Xenobiotika sind chemische Substanzen, die für tierisches Leben fremd sind. Mit anderen Worten: Es bezieht sich auf nicht-organische chemische Substanzen. Umweltschadstoffe, Arzneimittel und Industriechemikalien sind solche Beispiele. Diese Substanzen können Menschen, Tieren und der Natur schaden. Studien zeigen, dass Menschen im Laufe ihres Lebens etwa 1–3 Millionen Xenobiotika ausgesetzt sind.
Mehr über Xenobiotika
Xenobiotika können auch Bestandteil von Kunstdüngern, Pestiziden, Make-up und künstlichen Aromen sein. Die Chemikalien gelangen über Ernährung, Trinkwasser, die Verabreichung von Arzneimitteln und sogar über die Luft in den Körper.
Außerdem kann die Freisetzung dieser Substanzen zu hormonellen Störungen bei Fischen und anderen Tieren führen. Einige Fische sind durch den Kontakt unfruchtbar geworden. Im Detail können viele Xenobiotika für Zellen und Organe toxisch sein. Sie können auch zu verschiedenen Erkrankungen beim Menschen führen, etwa zu Organtoxizität oder Krebs. Außerdem können Xenobiotika über Abwasserrohre in den Häusern der Menschen in die Natur gelangen. Zum Beispiel können sie als Wirkstoffe in Medikamenten auftreten, die durch den menschlichen Körper, eine Toilette, ein Abwassersystem und schließlich in die Natur gelangen.
Chemische Substanzen im Wasser
Weltweit gibt es ein durchgängiges Problem mit chemischen „Rückständen“ in Gewässern. Zum Beispiel wurden Xenobiotika aus Arzneimitteln wie Antidepressiva in den Wasserwerken von Städten gefunden. Im Detail müssen Kläranlagen die Freisetzung von xenobiotischen Substanzen in die Umwelt minimieren. Einige Umweltgesetze wurden eingeführt, um dies sicherzustellen. Als Privatperson ist es entscheidend, die Richtlinien zur korrekten Entsorgung von Arzneimitteln zu befolgen. Um die Freisetzung weiterer schädlicher Substanzen zu vermeiden.
Quellen: Motion till riksdagen, NCBI, Juniper Publishers