Klimafakt

COP – Konferenz der Vertragsparteien

Conference of the Parties – COP – ist der Name des jährlichen internationalen Treffens, das sich mit dem Klimawandel befasst. Ziel ist es, die Bemühungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung zu überwachen und zu organisieren. Die UN veranstaltet seit 1995 COP-Treffen. Die Teilnehmer sind stets die Mitgliedsstaaten der UNFCCC (Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen). Es nehmen jedoch auch andere Akteure als Beobachter, Redner und Berater teil.

Hintergrund

Das erste globale Umweltabkommen war die UNFCCC, das 1992 geschaffen wurde. Die UNFCCC umfasst auch das Sekretariat des Umweltabkommens. Sie legt fest, dass Industrieländer mehr Verantwortung für die Bekämpfung des Klimawandels übernehmen sollten als Entwicklungsländer. Darüber hinaus ist die UNFCCC die Grundlage für alle Umweltarbeiten, die von der UN organisiert werden.

Das Entscheidungsgremium der UNFCCC ist die Conference of the Parties, die COP-Treffen. Das erste fand 1995 statt. Das Kyoto-Protokoll und das Pariser Klimaabkommen sind zwei der bedeutendsten Ergebnisse dieser Treffen.

Conference of the Parties – die Treffen

Das erste COP-Treffen fand 1995 in Berlin statt. Naturgemäß wurde es COP1 genannt. Seitdem gab es 27 weitere Treffen. Eines der bekanntesten Treffen war COP21 in Paris im Jahr 2015. Es ist deshalb so bekannt, weil es zu einer umfassenden internationalen Anstrengung führte, die als Pariser Klimaabkommen bekannt ist. Mit diesem Abkommen beschlossen die Länder, die globale Erwärmung unter 2 °C zu halten. Dieses Abkommen erfordert enorme globale und nationale Anstrengungen. Beispielsweise muss die Welt das Verbrennen fossiler Brennstoffe so schnell wie möglich beenden.

COP oder CMP

Im Zusammenhang mit der Conference of the Parties hört man oft von CMP, dem Meeting of the Parties. Diese Treffen finden gleichzeitig statt. Das CMP umfasst jedoch nur Nationen, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben. Kurz gesagt, das Kyoto-Protokoll ist das internationale Abkommen, das vor dem Pariser Klimaabkommen kam. Es trat 2005 in Kraft, als sich die Vertragsparteien zum ersten Mal trafen. Daher fand die erste CMP, CMP1, auf der COP11 in Montreal, Kanada, statt. Das Kyoto-Protokoll ist eines der wichtigsten und historischsten globalen Abkommen zum Klima. Es stellt fest, dass die globale Erwärmung stattfindet und dass der Mensch sie verursacht hat.

Alle Conference of the Parties:

1995: COP 1, Berlin, Deutschland

1996: COP 2, Genf, Schweiz

1997: COP 3, Kyoto, Japan

1998: COP 4, Buenos Aires, Argentinien

1999: COP 5, Bonn, Deutschland

2000: COP 6, Den Haag, Niederlande

2001: COP 6, Bonn, Deutschland

2001: COP 7, Marrakesch, Marokko

2002: COP 8, Neu-Delhi, Indien

2003: COP 9, Mailand, Italien

2004: COP 10, Buenos Aires, Argentinien

2005: COP 11/CMP 1, Montreal, Kanada

2006: COP 12/CMP 2, Nairobi, Kenia

2007: COP 13/CMP 3, Bali, Indonesien

2008: COP 14/CMP 4, Posen, Polen

2009: COP 15/CMP 5, Kopenhagen, Dänemark

2010: COP 16/CMP 6, Cancún, Mexiko

2011: COP 17/CMP 7, Durban, Südafrika

2012: COP 18/CMP 8, Doha, Katar

2013: COP 19/CMP 9, Warschau, Polen

2014: COP 20/CMP 10, Lima, Peru

2015: COP 21/CMP 11, Paris, Frankreich

2016: COP 22/CMP 12/CMA 1-1, Marrakesch, Marokko

2017: COP 23/CMP 13/CMA 1-2, Bonn, Deutschland

2018: COP 24/CMP 14/CMA 1-3, Kattowitz, Polen

2019: COP 25/CMP 15/CMA 2, Madrid, Spanien

2020: COP26 sollte 2020 in Glasgow, Schottland, stattfinden. Aufgrund der Covid-19-Pandemie fand sie jedoch erst 2021 statt.

2021: COP26, Glasgow, Schottland

2022: COP27, Sharm El Sheikh, Ägypten

2023: COP28, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Beispiel einer Quelle: Met Office