Klimafakt
Jüngere Dryas
Was ist die Jüngere Dryas? Sie ist eine Kälteepoche während der letzten Eiszeit, vor etwa 12 800 – 11 700 Jahren. Diese Periode zeigt, was mit dem Klimawandel und schmelzenden Gletschern passieren kann. Sie zeigt zum Beispiel, wie Veränderungen in den Atlantikströmungen, die Wärme in den Norden transportieren, zu deutlich kälteren Wintern in skandinavischen Ländern beitragen können.
Der Golfstrom und der Klimawandel
Der Nordatlantikstrom ist einer der beiden Zweige des Golfstroms. Er sorgt dafür, dass große Mengen an Wärme nach Nordeuropa transportiert werden. Dieser natürliche Kreislauf ist entscheidend für das milde Klima dieser Region. Mit dem Klimawandel gelangt eine zunehmende Menge an Schmelzwasser aus schmelzenden Gletschern in den Atlantik. Das Wasser kann den Wärmetransport in den Norden beeinflussen. Diese Entwicklung könnte ein deutlich kälteres Klima verursachen. Außerdem könnte eine Folge auch extremeres Wetter im Sommer sein. Wie etwa Hitzewellen und Dürren. Wissenschaftler können diese Folgen vermuten, indem sie verschiedene Perioden der Vergangenheit untersuchen, wie die Periode der Jüngeren Dryas.
Jüngere Dryas
Forscher glauben beispielsweise, dass die Jüngere Dryas das Klima in Skandinavien beeinflusste. Sie vermuten auch, dass es ein deutlich wärmeres Klima rund um den Äquator gab. Da die Wärme, die durch den Golfstrom transportiert werden sollte, stattdessen dort verblieb.
Die Bedeutung der Klimageschichte heute
Laut der Universität Stockholm können Wissenschaftler heute eine Abschwächung des Golfstroms beobachten. Mit anderen Worten: Er bewegt nicht mehr so viel Wärme wie zuvor. Diese Erkenntnis wurde in der Fachzeitschrift Nature Communication veröffentlicht. Wie erwähnt geschah dieselbe Abschwächung während der Periode der Jüngeren Dryas vor 12.000 Jahren.Schließlich glauben Forscher, dass ein schwächerer Transport von warmem Meerwasser im Golfstrom auch zu einem Anstieg von Hochdruckgebieten führt. Dieser Anstieg könnte zu mehr extremem Wetter führen, etwa zu Hitzewellen im Norden.
Quelle: Universität Stockholm