Klimafakt
Klimaflüchtlinge
Klimaflüchtlinge, oder Klimamigranten, sind eine der vielen Folgen des Klimawandels. Der Begriff bezieht sich auf die wachsende Zahl von Menschen, die aufgrund von Naturkatastrophen oder anderen klimabedingten Veränderungen vertrieben werden. Letzteres betrifft in der Regel Landwirte, deren Land beispielsweise wegen Dürre, steigender Wasserstände oder veränderter Wettermuster nicht mehr bewirtschaftet werden kann.
Klimaflüchtlinge sind heute zunehmend verbreitet. Menschen werden täglich aufgrund des Klimawandels vertrieben, sowohl innerhalb von Nationen als auch über Grenzen hinweg. Zudem sind die schutzbedürftigsten Gemeinschaften der Welt am stärksten betroffen. Laut der Website Climate Refugee waren bis zu 60 % der 30,6 Millionen Menschen, die 2017 vertrieben wurden, Klimaflüchtlinge.
Der Begriff Klimaflüchtling
Der Begriff „Klimaflüchtling“ wird von Medien und Interessengruppen verwendet. Er ist kein anerkannter Begriff. Der Grund dafür ist, dass „Flüchtling“ ein juristischer Begriff ist, der Menschen definiert, die Verfolgung fürchten, beispielsweise aufgrund von Religion oder Politik. Daher fallen Klimaflüchtlinge nicht unter die traditionelle Flüchtlingsdefinition. Diese Tatsache kann Probleme für Menschen schaffen, die aufgrund des Klimawandels fliehen. Sie erhalten möglicherweise nicht die gleichen rechtlichen Schutzrechte wie andere Flüchtlinge.
Klimaflüchtlinge in der Zukunft
Wenn die Bemühungen, den Klimawandel einzudämmen, scheitern, wird es in Zukunft viele Klimaflüchtlinge geben. Einige Wissenschaftler erwarten beispielsweise rund 30 Millionen Flüchtlinge aus Indien und China. Sowie etwa 15 Millionen Menschen aus Bangladesch und Ägypten zusammen. Bis 2050 könnten 150–200 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels Gefahr laufen, vertrieben zu werden. Andere Schätzungen reichen jedoch bis zu 1,2 Milliarden Menschen. Insgesamt ist es schwierig zu schätzen, wie viele Menschen betroffen sein werden, da der Klimawandel Kettenreaktionen auslöst, die schwer vorherzusagen sind.
Flüchtlinge aus Bangladesch
Bangladesch ist eine Nation, die sehr anfällig für den Klimawandel ist, da der größte Teil des Landes sehr nahe am Meeresspiegel liegt. Da das schmelzende Eis den Meeresspiegel ansteigen lässt, droht der größte Teil von Bangladesch unter Wasser zu verschwinden.
Relevante Dokumentationen
Es gibt viele Dokumentationen, die man sich ansehen kann, wenn man mehr über Klimaflüchtlinge erfahren möchte. Zum Beispiel der Film Climate Refugees, der 2010 erschien, und Sun Come Up aus dem Jahr 2011. Letzterer handelt von Menschen, die aus Papua-Neuguinea fliehen. Diese Filme veranschaulichen, wie das Leben als Klimaflüchtling für viele Menschen in der Zukunft aussehen könnte.
Beispiele für Quellen: Climate Refugees, OHCHR, We Forum
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