Klimafakt

Methan

Methan ist eines der stärksten Treibhausgase der Erde. Es ist ein natürlicher Bestandteil des Treibhauseffekts und der globalen Erwärmung. Methanemissionen sind nach CO2 der zweitgrößte Beitrag zum Klimawandel. Es wird beispielsweise bei der Förderung und dem Transport fossiler Brennstoffe freigesetzt. Tatsächlich ist es der Hauptbestandteil von Erdgas.

Was ist Methan?

Methan ist ein farb- und geruchloses Treibhausgas. Es hat die chemische Formel CH4 und wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom italienischen Physiker Alessandro Volta entdeckt. Die Menge an Methan in der Atmosphäre ist seit der industriellen Revolution um 150 % gestiegen. Teils wegen der Förderung fossiler Brennstoffe und des Agrarsektors. Heute ist es für etwa 20 % der globalen Emissionen verantwortlich.

Globales Erwärmungspotenzial

Treibhausgase werden mit dem „Globalen Erwärmungspotenzial“ – GWP gemessen. Das GWP ist eine Maßeinheit, die die Wärmemenge angibt, die ein Treibhausgas in der Atmosphäre absorbiert. Es vergleicht das Potenzial eines Gases mit CO2, was hilft zu verstehen, wie stark Methan ist und warum es wichtig ist, die Emissionen dieses Gases anzugehen. CO2 hat einen GWP von 1.

Methanemissionen

Ein großer Teil der Emissionen stammt aus Leckagen bei der Förderung von Öl und Gas. Rinder sind ein weiteres Beispiel, das das Gas und ein anderes starkes Treibhausgas namens Lachgas (auch bekannt als Distickstoffmonoxid) freisetzt. Die Emissionen dieser Gase, die sehr hohe GWPs haben, sind aufgrund des heutigen Agrarsektors gestiegen. Insbesondere die Viehzucht wurde infrage gestellt, da sowohl große als auch kleine Betriebe diese starken Treibhausgase freisetzen.

Zum Beispiel ist Methan etwa 25 Mal so stark wie CO2. Dieser Unterschied bedeutet, dass die Freisetzung von einem kg Methan 25 Mal mehr zur globalen Erwärmung beiträgt als ein kg CO2. Allerdings ist es auch wichtig zu wissen, dass CO2 länger in der Atmosphäre bleibt als Methan. Daher tragen Methanemissionen mehr zur dringenden und gegenwärtigen Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre bei, nicht zu den langfristigen.

Weitere Fakten

Methan ist auch ein „Grubengas“, da es aus Bergwerken freigesetzt wird. Die Emissionen tragen zu einem gefährlichen Explosionsrisiko für Arbeiter in den Minen bei, was auch der Natur schadet. Darüber hinaus wird das Gas in winzigen Bläschen in den Gletschern und eisbedeckten Gebieten der Welt gespeichert. Die Methanemissionen nehmen zu, da das Eis aufgrund der globalen Erwärmung schmilzt. Diese Entwicklung trägt zu einer sogenannten positiven „Rückkopplungsschleife“ bei, was bedeutet, dass die erhöhten Gasemissionen zu einem wärmeren Klima beitragen, was das Schmelzen eisbedeckter Gebiete beschleunigt und noch mehr Gas freisetzt.

Methanemissionen reduzieren

Es gibt viele Möglichkeiten, die Emissionen dieses Gases zu reduzieren, zum Beispiel durch Begrenzung oder Beendigung der Förderung fossiler Brennstoffe. Auch nachhaltigere landwirtschaftliche Praktiken könnten einen großen Unterschied machen. Durch die Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln und die Verbesserung des Managements organischer Düngemittel.

Insgesamt ist es wesentlich, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, um die globale Erwärmung zu verlangsamen und für eine nachhaltigere Zukunft zu arbeiten.

Beispiel einer Quelle: EPA