Klimafakt

Netto-Null

Netto-Null bedeutet, dass die Menge an Treibhausgasen, die in die Atmosphäre gelangt, der Menge entspricht, die ihr wieder entzogen wird, sodass sich beide insgesamt auf null ausgleichen. Das heißt nicht null Emissionen, ist aber ein strenger Maßstab: Zuerst braucht es tiefgreifende, echte Emissionssenkungen, und Entnahmen kommen nur für das zum Einsatz, was sich noch nicht vermeiden lässt, nicht als Ersatz für Reduktion an der Quelle. Entnahmen können durch Wälder, Böden oder neuere Technologien zur CO₂-Entnahme erfolgen.

Warum 2050

Der Sonderbericht des IPCC über 1,5 °C aus dem Jahr 2018 kam zu dem Ergebnis, dass die globalen CO₂-Emissionen bis etwa 2050 Netto-Null erreichen müssen, um die Erwärmung nahe 1,5 °C zu halten, dem ehrgeizigeren Ziel des Pariser Abkommens. Deshalb taucht "Netto-Null bis 2050" so oft in Klimazusagen von Regierungen und Unternehmen auf: Es ist der Zeitplan, den die Wissenschaft vorgibt, um innerhalb dieser Grenze zu bleiben.