Klimafakt

SDGs – Nachhaltige Entwicklungsziele

Die SDGs stehen für die Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung). Sie sind Teil der Agenda 2030, einer internationalen Entwicklungsagenda der UN. Im Mittelpunkt der SDGs steht die globale nachhaltige Entwicklung – indem ein Gleichgewicht zwischen den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der Welt geschaffen wird. Zum Beispiel durch Maßnahmen, die Armut beenden und den Planeten schützen.

Die SDGs ersetzten die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs), da die früheren Ziele nur für Entwicklungsländer galten. Die neuen Ziele sind universell, das heißt, sie gelten für alle Nationen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass sich die SDGs stärker auf die Grundursachen globaler Herausforderungen konzentrieren. Das bedeutet auch, dass die neuen Ziele breiter gefasst sind als die alten.

Die SDGs

Es gibt 17 SDGs, unterteilt in People, Planet, Prosperity, Peace und Partnership. So gibt es zum Beispiel ein Ziel für Gesundheit (Ziel 3), Geschlechtergleichheit (Ziel 5) und nachhaltigen Konsum (Ziel 12). Weitere Ziele betreffen den Klimawandel (Ziel 13) und die Stärkung der globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung (Ziel 17).

Die SDGs wurden von den 193 Mitgliedstaaten der UN geschaffen. Es war ein transparenter Prozess, an dem Regierungen, der Privatsektor, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Zivilgesellschaft beteiligt waren. Die Mitgliedstaaten können so oft sie möchten über ihre Fortschritte bei der Erreichung der Ziele berichten. Die Berichte gehen an das Hochrangige Politische Forum der UN für nachhaltige Entwicklung (HLPF). Die Länder können demselben Forum auch über ihre Gesamtfortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 berichten. Darüber hinaus tagt das HLPF jährlich am UN-Hauptsitz in New York.

Globale Indikatoren

Darüber hinaus stellt die UN den Mitgliedsländern 230 globale Indikatoren zur Verfügung. Diese helfen ihnen, ihre nachhaltige Entwicklung zu messen. Jedes Land muss sie in sogenannte nationale Indikatoren umwandeln und zudem einen Aktionsplan für Veränderungen entwickeln. Diese Aktionspläne sind jedoch rechtlich nicht bindend.

Agenda 2030

Die Agenda zielt darauf ab, die zugrunde liegenden Probleme der Welt anzugehen, anstatt nur an den Symptomen zu arbeiten, etwa Auffanglager für Klimaflüchtlinge. Daher gibt es einen gemischten Fokus auf direkte Maßnahmen, wie die Sicherung des Zugangs zu Nahrung, und langfristig nachhaltige Projekte.

Die Agenda 2030 soll zum Beispiel über lokale Gremien wirken. Jede Regierung, die Mitglied der UN ist, trägt die Verantwortung, diese Gremien einzurichten. Die Idee ist, Fachleute aus Bereichen wie Kultur, Klima, Umwelt, Wirtschaft und Forschung zusammenzubringen. Dies geschieht in der Hoffnung, nationale Aktionspläne zu schaffen, die mit den Werten der Agenda 2030 übereinstimmen.

Beispiel für eine Quelle: UNDP