Klimafakt
Agenda 2030
Die Agenda 2030 ist ein internationaler Handlungsrahmen mit fünf Hauptbestandteilen. Sie steht für die Menschen, den Planeten, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Der Plan geht aus rund 40 Jahren globaler Bemühungen hervor, ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Die Agenda 2030 wurde 2015 auf einer historischen UN-Tagung zur nachhaltigen Entwicklung ins Leben gerufen.
Die Agenda dient als Leitlinie für 195 UN-Staaten. Der Name „Agenda 2030“ leitet sich vom Ziel ab, die Vorgaben bis zum Jahr 2030 zu erreichen.
Die Grundprinzipien der Agenda 2030
Das bekannteste Grundprinzip der Agenda 2030 lautet „niemanden zurücklassen“. Dieses Prinzip betont die Notwendigkeit globaler Solidarität, die auch die Menschen in den verletzlichsten und schwierigsten Situationen einschließt. Universalität ist ein weiteres Beispiel und unterstreicht die Bedeutung der Einbeziehung aller Nationen. Außerdem sind Multi-Stakeholder-Partnerschaften unerlässlich, etwa durch den Austausch von Technologie und finanziellen Ressourcen.
Die Agenda befasst sich mit den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Problemen der Welt. Mit anderen Worten: Die wesentlichen Elemente sind soziale Inklusion, Umweltschutz und wirtschaftliches Wachstum.
Die oben genannten 5 Ps – Menschen, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft – stellen ein erweitertes Verständnis von nachhaltiger Entwicklung dar. Vor 2015 umfasste das Konzept nur die Menschen, den Planeten und den Wohlstand. Mit der Agenda 2030 wurden Frieden und Partnerschaft zu integralen Bestandteilen des Konzepts. „Echte Nachhaltigkeit liegt im Kern dieser fünf Dimensionen“.
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung
Der prominenteste Teil der Agenda sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Sie bilden Schwerpunkte für das Verständnis dessen, was die Welt braucht, um eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Außerdem sind sie das Ergebnis vieler politischer Debatten, die sich mit den drängendsten Notwendigkeiten unserer Zeit befassen. Es gibt zum Beispiel Ziele für „keine Armut“ (Ziel 1) und „Gleichstellung der Geschlechter“ (Ziel 5). Andere befassen sich mit dem Klimawandel.
Agenda 2030
Die Agenda zielt darauf ab, die zugrundeliegenden Probleme der Welt anzugehen, statt nur die Symptome zu behandeln, etwa durch Rettungslager für Klimaflüchtlinge. Daher muss der Fokus stärker auf direkten Maßnahmen liegen, wie der Sicherung des Zugangs zu Nahrung, mit langfristig nachhaltigen Projekten.
Beispielsweise wirkt die Agenda über lokale Gremien. Jede Regierung der UN ist verantwortlich für die Einrichtung dieser Gremien. Die Idee ist, Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kultur, Klima, Umwelt, Wirtschaft und Forschung zusammenzubringen. Diese können dann nationale Aktionspläne entwickeln, die mit den Werten der Agenda 2030 übereinstimmen.
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