Klimafakt
Windkraft
Windkraft ist eine erneuerbare Energiequelle. Sie nutzt die Kraft des Windes, um grünen Strom zu erzeugen. Windkraftanlagen oder Windturbinen bestehen üblicherweise aus Turbinen mit drei Rotorblättern. Diese sind direkt mit einem Generator verbunden, der Strom erzeugt. Die Energiequelle ist eine zunehmend beliebte Alternative für die Energieerzeugung. Sie ist eine saubere Option im Vergleich zu Energie aus fossilen Brennstoffen. Daher sind Windkraftanlagen häufig Teil von Nachhaltigkeitsagenden, die den Klimawandel bekämpfen.
Windkraft weltweit
Im Jahr 2021 stammten etwa 10 % der weltweiten Stromerzeugung aus Wind und Sonne; das war ein internationaler Rekord. Der Sektor wächst sehr schnell. Zum Beispiel wuchs die Windkraft zwischen 2018 und 2021 um etwa 14 %. 2021 zeigte jedoch auch einen Rekordanstieg bei Kohlestrom und Emissionen. Außerdem verzeichnete der Energiesektor trotz der Investitionen in grüne Energie einen Rekord an CO2-Emissionen. Es gab auch einen Anstieg der Stromnachfrage um 5 %. Diese Zahlen gehen im Hinblick auf den Klimawandel in die falsche Richtung. Dennoch streben viele Regierungen an, ihre Stromnetze auf 100 % saubere Energie umzustellen. Andere, wie die EU, haben sich Ziele von einem Drittel bis 2030 gesetzt.
Windkraft in China
Weltmarktführer bei der Windkraftkapazität ist China. Die Nation beansprucht etwa ein Viertel der gesamten Windkapazität der Welt. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen der Windkraftkapazität und dem Anteil, den der Gesamtenergiebedarf einer Nation aus Wind erzeugt wird. Im Jahr 2021 deckte Dänemark den größten Teil seines Strombedarfs aus Wind, mit 52 %. Dem Land folgte Uruguay mit 47 %.
In China stammen 55 % weiterhin aus der Verbrennung von Kohle (fossile Brennstoffe). Mit anderen Worten: Investitionen in Windkraft bedeuten nicht, dass der Großteil der Energie der Nation grün ist. 2021 entfielen beispielsweise 7,5 % auf Windkraft. Einige Zahlen zeigen, dass China den Windmarkt dominiert, da die Nation für etwa 40 % der weltweiten Windkraftanlagenbauten verantwortlich ist. Das Land tätigt weltweit enorme Investitionen in Windkraft. Beispielsweise hat die chinesische Regierung in schwedische Windenergie investiert. Laut „Sveriges Radio“ ist China für ein Fünftel der Investitionen in schwedische Windkraft verantwortlich.
Windkraft weltweit
Die Energiequelle expandiert auch in anderen Teilen der Welt. Nach China sind die USA und Deutschland bedeutende Investoren in dieser Energiequelle. Doch die Nationen haben einen sehr hohen Energiebedarf, was bedeutet, dass Windkraft nur einen kleinen Teil des Bedarfs deckt. Kritiker betonen, dass es ein Problem ist, wenn Energieunternehmen versuchen, die heutige hohe Nachfrage zu decken, anstatt mit einer effizienteren Energienutzung zu arbeiten und den Bedarf zu senken.
Für den privaten Gebrauch
Heute gibt es auch eine Zunahme bei der Installation von Windturbinen für den privaten Gebrauch, beispielsweise in Sommerhäusern, die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Sogenannte Windkarten zeigen, welche Standorte für Windkraft geeignet sind.
Kritik
Es weht nicht immer Wind, was eine der größten Herausforderungen bei Windturbinen ist. Es bedeutet, dass Strom nur erzeugt wird, wenn der Wind weht. Diesem Problem kann begegnet werden, indem Windturbinen über eine ganze Nation verteilt werden, anstatt sie an einem zentralen Ort zu konzentrieren. Es ist auch möglich, die Quelle mit anderen erneuerbaren Quellen wie Wasser- und Sonnenenergie zu kombinieren. Außerdem ist Technologie zur Speicherung von Energie in Entwicklung. Eine weitere Lösung besteht darin, sich an den Wind anzupassen, indem Strom verbraucht wird, wenn es windig ist – zum Beispiel das Aufladen von Batterien von Elektroautos, wenn Wind weht.
Ein weiteres Anliegen bezüglich der Windkraft ist die Tierwelt, da die Bauwerke Tiere stören. Insbesondere Vögel werden durch die Windturbinen verletzt. Andere Tiere werden durch die Geräusche gestört. Daher ist es wichtig, den Standort von Kraftwerken zu berücksichtigen. Beispielsweise sind Orte zu vermeiden, an denen Zugvögel üblicherweise vorbeikommen. Andere Konflikte mit der Tierwelt entstehen beim Bau auf See, in Gebieten, die für das Meeresleben und Seevögel von Bedeutung sind. Eine Lösung besteht darin, Windturbinen dort zu platzieren, wo Menschen leben, statt in der Wildnis. Doch das schafft Probleme für die Öffentlichkeit, da Windturbinen groß und laut sind.
Quellen: Ember, Global Times
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