Klimafakt

Gold Standard

Gold Standard ist ein Zertifikat für Klimawandel-Projekte mit einem sehr hohen Standard. Unter anderem zeigt es, dass ein Projekt zu verschiedenen SDG-Zielen beiträgt. In erster Linie zielen die Projekte darauf ab, die Treibhausgasemissionen zu senken. Sie arbeiten also auf Ziel 13, Klimaschutz, hin. Ein Gold-Standard-Niveau erfordert jedoch das Erreichen mehrerer weiterer Ziele. Wie zum Beispiel Gesundheit und Armutsreduzierung.

Was ist der Gold Standard?

WWF und mehrere andere NGOs haben das Zertifikat geschaffen. Es stellt die Qualität eines Umweltprojekts sicher. Darüber hinaus ist es üblich, dass diese Projekte über Klimakompensation gesponsert werden. Mit anderen Worten: Sie erhalten Mittel vom freiwilligen Kohlenstoffmarkt. Letzteres bedeutet, dass andere Unternehmen oder Privatpersonen ihre Emissionen kompensieren können, indem sie Projekte sponsern, die gut für den Planeten sind. Sie kompensieren ihre Emissionen.

Gold-Standard-Projekte und Klimakompensation

Wie erwähnt, ermöglicht das Zertifikat Privatpersonen und Unternehmen, ihre Emissionen zu kompensieren. Zum Beispiel hilft ClimateHero Menschen, Projekte dieser Art zu unterstützen, da ein Lebensstil, der kein CO2 ausstößt, schwierig sein kann. Auch der Übergang der Industrie zu einer nachhaltigeren Produktion kann ohne Emissionen schwierig sein. Dieses Dilemma ist teilweise der Grund, warum der Kohlenstoffmarkt existiert. Er kann sowohl freiwillig als auch von Regierungen reguliert sein. So haben zum Beispiel die EU und China große und regulierte Kohlenstoffmärkte. Gold-Standard-Projekte beziehen sich jedoch auf den freiwilligen Markt, was bedeutet, dass Menschen sich entscheiden, ihre Emissionen zu kompensieren.

Außerdem finden die meisten Projekte in Entwicklungsländern sowie Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen statt.

Wie funktioniert die Kompensation von Emissionen?

Umweltprojekte können „Kohlenstoffgutschriften“ erhalten, wenn sie nachweisen, dass sie Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernt haben. Diese sind auch als Kohlenstoff-Offset-Gutschriften oder einfach Carbon Offsets bekannt. Eine Gutschrift entspricht der Entfernung einer „metrischen Tonne CO2“. Es ist allerdings auch üblich, Gutschriften für andere Gase zu erhalten. So entsteht eine Kohlenstoffgutschrift für eine entfernte metrische Tonne Treibhausgas (mit der gleichen Wirkung wie 1 Tonne CO2).

Wenn beispielsweise eine Privatperson eine Tonne Treibhausgas freisetzt, kann sie diese Emission durch den Kauf einer Kohlenstoffgutschrift ausgleichen. Theoretisch bedeutet das, dass die Person einen CO2-Fußabdruck von Null hat. Übrigens entspricht eine Tonne CO2 etwa dem durchschnittlichen monatlichen CO2-Fußabdruck einer Person in Europa.

Darüber hinaus hat Gold Standard bis 2021 191 Millionen Kohlenstoffgutschriften ausgegeben. Diese stammten aus Projekten in über 98 verschiedenen Ländern.

Gold-Standard-Prinzipien

1. Das Projekt darf keinen Schaden anrichten und muss den UNDP Millennium Development Goals (MDG) Carbon Safeguard Principles entsprechen.

2. Das Projekt soll nachhaltige Entwicklung fördern.

3. Das Projekt soll alle relevanten Stakeholder einbeziehen.

4. Treibhausgasemissionsreduktionen und Kohlenstoffbindung müssen real sein.

5. Das Projekt muss allen relevanten Gesetzen und den Gold-Standard-Prinzipien entsprechen.

6. Das Projekt muss transparent sein.

7. Die Einhaltung und der Fortschritt des Projekts müssen während des gesamten Anrechnungszeitraums überwacht, gemeldet und unabhängig verifiziert werden.

Quelle: Gold Standard, Carbon credit capital, Gold Standard Principles