Klimafakt
Ozeanspeicherung
Ozeanspeicherung bezieht sich auf die Speicherung von CO2 in den Ozeanen. Einige Wissenschaftler befürworten dies, beispielsweise in den IPCC-Berichten zum Klimawandel. Sie funktioniert, indem CO2 in großen Tiefen in die Ozeane injiziert wird. Als Möglichkeit, es aus der Atmosphäre zu entfernen. Bisher untersuchen Forscher die Technik. Allerdings ist es schwierig, die Auswirkungen zu bestimmen, die dies auf das Leben im Ozean haben könnte.
Ozeanspeicherung und Klimawandel
Menschliche Treibhausgasemissionen verursachen Klimawandel und globale Erwärmung. Diese Emissionen finden seit der industriellen Revolution statt. Beispielsweise hat sich der CO2-Gehalt um 45 % erhöht. Daher müssen wir aufhören, das Gas auszustoßen. Allerdings wird das bloße Stoppen der CO2-Emissionen nicht ausreichen, da es 300–1000 Jahre in der Atmosphäre verbleibt. Daher besteht die Notwendigkeit, das Gas aus der Atmosphäre zu entfernen. Aus diesem Grund diskutieren Wissenschaftler verschiedene CO₂-Abscheidungs- und Speichertechniken. Eine der Ideen ist die Ozeanspeicherung.
Wie wird der Ozean als Speicheranlage genutzt?
Die Ozeane speichern CO2 auf natürliche Weise. Sie sind einige der größten Kohlenstoffsenken des Planeten und speichern jährlich etwa 25 % der menschlichen Emissionen. Die höhere Menge an CO2 in den Ozeanen verursacht bereits Ozeanversauerung. Dies birgt das Risiko, Pflanzen und anderes Meeresleben zu schädigen. Die derzeitige Versauerung findet an der Oberfläche des Ozeans statt.
Die Ozeane bedecken über 70 % der Erdoberfläche. Sie haben eine durchschnittliche Tiefe von etwa 3.800 Metern. Theoretisch gibt es keine physische Grenze, wie viel CO2 dort gespeichert werden könnte. Einige Wissenschaftler schlagen vor, CO2 in der Tiefsee zu speichern, um die Auswirkungen auf das Leben an der Ozeanoberfläche zu vermeiden. Allerdings bleibt der größte Teil des Meeresbodens unerforscht. Dieser Mangel an Wissen bedeutet, dass es dort Ökosysteme und Organismen gibt, denen sich der Mensch nicht bewusst ist. Daher würde Ozeanspeicherung mit großen und unbekannten Risiken einhergehen. Außerdem zeigen Experimente, dass eine Erhöhung von CO2 jegliche Meeresorganismen schädigen kann.
Umweltschäden
Hauptsächlich werden die Auswirkungen der CO2-Injektion an Organismen untersucht, die in der Nähe der Ozeanoberfläche leben. Unter anderem haben Wissenschaftler reduzierte Reproduktions- und Wachstumsraten entdeckt, sowie eine erhöhte Sterblichkeit im Laufe der Zeit. Insgesamt scheint die Öffentlichkeit der Ozeanspeicherung kritisch oder unsicher gegenüberzustehen. Im Allgemeinen wegen des Risikos, das Meeresleben zu schädigen. Oder der unbekannten Kettenreaktionen, die eine Injektion von CO2 auslösen könnte.
Umweltaktivisten weisen darauf hin, dass die Natur fragil ist und dass es andere Möglichkeiten gibt, den Klimawandel zu mindern. Beispielsweise wird CO2 natürlich entfernt, indem mehr Wälder geschaffen werden. Schließlich ist eine weitere häufige Kritik an technischen Ideen zur CO₂-Abscheidung und -Speicherung, dass sie es Menschen erlauben, mehr CO2 auszustoßen. Mit anderen Worten, wenn CO2 gespeichert wird, können Industrien es weiterhin ausstoßen.
Quellen: IPCC, The Maritime Executive, NASA, Frontiers.