Klimafakt
Pariser Klimaabkommen
Das Pariser Klimaabkommen ist das weltweit bedeutendste Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels. Es war das Ergebnis der COP21 in Paris 2015. Das übergeordnete internationale Ziel ist es, die globale Erwärmung unter 2 °C zu halten. Vorzugsweise jedoch unter 1,5 °C.
Internationale Klimaabkommen
Die UNFCCC – United Nations Framework Convention on Climate Change ist das erste globale Abkommen zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Sie wurde 1992 ins Leben gerufen und umfasst heute 195 von 197 Ländern. Beachten Sie, dass die Abkürzung UNFCCC sich auch auf das UN-Sekretariat für Klimaschutz in Bonn bezieht – ein Gremium, das nach dem Umweltabkommen eingerichtet wurde.
Die UNFCCC ist die Grundlage für die gesamte Arbeit der UN im Hinblick auf den Klimawandel. Eines der Hauptprinzipien ist, dass Industrieländer eine größere Verantwortung übernehmen müssen, da sie stärker für den Klimawandel verantwortlich sind (aufgrund der Förderung fossiler Brennstoffe). Unter anderem sollen wohlhabendere Nationen den nicht industrialisierten Ländern finanzielle Unterstützung leisten.
UNFCCC
Das Kyoto-Protokoll und das Pariser Klimaabkommen sind gewissermaßen Operationalisierungen der UNFCCC. Mit anderen Worten: Die UNFCCC ist das übergeordnete Ziel, und die anderen Abkommen sind konkretere Maßnahmen und Ambitionen. Das Ziel erkennt die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen an.
Das Kyoto-Protokoll
Wie oben erwähnt, brauchte die UNFCCC konkretere Ambitionen. Daher enthielt die Konvention Artikel 17, der zusätzliche Protokolle erlaubt, die konkrete Maßnahmen festlegen. Das erste dieser Protokolle war das Kyoto-Protokoll, das 1997 erstellt wurde. Es etablierte ein verbindliches Abkommen, das klare Reduzierungen von Treibhausgasen festlegte. Mit anderen Worten: Das Kyoto-Protokoll ist die erste Umsetzung tatsächlicher Maßnahmen der UNFCCC. Es lief 2020 aus und wurde durch das aktuelle und ehrgeizigere Pariser Klimaabkommen ersetzt.
Das Pariser Klimaabkommen
Das Pariser Klimaabkommen ist, wie das Kyoto-Protokoll, eine Operationalisierung der Ambitionen der UNFCCC. Mit anderen Worten: Es ist eine Anstrengung, die die Ziele der UNFCCC verwirklicht. Wie erwähnt, zielt es darauf ab, die globale Erwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen, mit dem Anspruch von unter 1,5 °C. Im Einklang mit der UNFCCC geht das Abkommen von der Idee aus, dass Industriestaaten eine größere Verantwortung tragen als nicht industrialisierte Länder. Unter anderem sollen wohlhabendere Länder 100 Millionen Dollar pro Jahr beitragen. Das Geld soll ärmeren Nationen ermöglichen, sich an den Klimawandel anzupassen und ihn zu mildern. Darüber hinaus begannen die Zahlungen im Jahr 2020.
Damit das Pariser Klimaabkommen funktioniert, mussten mindestens 55 Länder es unterzeichnen. Diese Zahl entsprach etwa 55 % der weltweiten Gesamtemissionen. Glücklicherweise unterzeichneten 175 Nationen das Abkommen rasch am 22. April 2016. China und die USA gehörten zu den unterzeichnenden Nationen und repräsentierten etwa 40 % der globalen Emissionen. Da die Unterzeichnung des Abkommens so erfolgreich war, gilt das Pariser Klimaabkommen als internationaler Erfolg.
Die NDCs des Pariser Klimaabkommens
Vor der COP-Konferenz in Paris 2015 bat die UN jede Nation, ihre INDCs einzureichen. Dabei handelt es sich um die beabsichtigten national festgelegten Beiträge (Intended Nationally Determined Contributions). Sie legen dar, wozu sich jede Regierung in Bezug auf die Reduzierung von Treibhausgasen verpflichten will. Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens wurden diese Beiträge zu NDC – Nationally Determined Contributions. Diese Änderung bedeutet, dass die Absichten nach den Verhandlungen rechtsverbindlich wurden.
Schließlich einigten sich die Mitgliedsstaaten der UN darauf, die NDCs alle 5 Jahre zu aktualisieren. Um den Ehrgeiz zu erhöhen und Umweltdringlichkeiten anzugehen. Die letzte Aktualisierung des Pariser Klimaabkommens fand auf der COP26 statt.