Klimafakt
COP27
COP27 ist die 27. Konferenz der Vertragsparteien zum Klimawandel. Sie fand zwischen dem 6. und 20. November 2022 in Sharm El-Sheikh, Ägypten, statt. Die Konferenz der Vertragsparteien, das heißt die COP-Tagungen, sind jährliche Klimakonferenzen, die von den Vereinten Nationen organisiert werden.
Das bekannteste Ergebnis der COP27 war der neue Fonds für Loss and Damage. Er soll Nationen nach Naturkatastrophen unterstützen, die durch den Klimawandel verursacht werden. Die Teilnehmer beschlossen, diesen Fonds zu eröffnen, müssen sich jedoch noch darauf einigen, wer ihn finanziert. Die Diskussion über Loss and Damage wird auf der nächsten Tagung, der COP28, fortgesetzt.
Konferenz der Vertragsparteien
Die Konferenzen der Vertragsparteien zum Klimawandel begannen 1995. Die Teilnehmer sind die Mitgliedsländer der UNFCCC – United Nations Framework Convention on Climate Change. Auch andere nehmen als Beobachter teil. Der Zweck der COP-Tagungen zum Klimawandel besteht darin, zu beobachten und zu diskutieren, wie er bekämpft werden kann. Der Hauptfokus lag auf der Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Außerdem wird eine Reihe weiterer Themen diskutiert. Etwa, wie sich verschiedene Länder an den Klimawandel anpassen werden. Und wer für die Folgen des Klimawandels zahlen wird, die heute bereits eintreten?
Die erste Tagung war 1995 in Berlin und ist als COP1 bekannt. Eine weitere berühmte COP-Tagung ist die COP21, die 2015 in Paris stattfand. Auf dieser Tagung schufen die Mitglieder das Pariser Klimaabkommen. Seitdem haben es 194 Länder unterzeichnet, während 187 es rechtsverbindlich gemacht haben. Mit anderen Worten: Sie haben das Abkommen ratifiziert, was bedeutet, dass sie nach internationalem Recht daran gebunden sind. Es gibt jedoch keine ernsthaften Konsequenzen, falls die Nationen ihm nicht gerecht werden.
COP27 und der Loss-and-Damage-Fonds
Wie oben erwähnt, war das Ergebnis der COP27 die Einrichtung des Loss-and-Damage-Fonds. Entwicklungsländer kämpfen seit etwa 30 Jahren für diesen Fonds. Ziel ist es, finanzielle Hilfe für Länder zu schaffen, die von extremen Wetterereignissen betroffen sind, da die Auswirkungen des Klimawandels weltweit zunehmend sichtbar werden. Das Geld ist für Rettungsmissionen sowie den Wiederaufbau von Infrastruktur bestimmt. Allerdings gibt es noch viel Arbeit rund um den Fonds. Beispielsweise müssen die Länder entscheiden, wer ihn finanziert.
Weitere Ergebnisse
Die COP27 war auch eine Tagung zur Stärkung der Ziele des Pariser Klimaabkommens. Nämlich die globale Erwärmung auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu halten. Die Länder haben vereinbart, dies durch eine jährliche Verschärfung ihrer Zusagen zu erreichen. Allerdings waren viele der Meinung, dass die COP27 in dieser Hinsicht hätte besser abschneiden können. Beispielsweise gab es keine Einigung darauf, dass die Emissionen bis 2025 ihren Höhepunkt erreichen sollen. Außerdem hätte die COP27 die Sprache des Klimapakts von Glasgow der COP26 verschärfen müssen. Einige Nationen schlugen vor, die Worte „Ausstieg aus der Kohlenutzung“ in „Ausstieg aus allen fossilen Brennstoffen“ zu ändern. Sie einigten sich jedoch nicht darauf.
Quellen: COP27, The Guardian, Global witness