Klimafakt
Lachgas
Lachgas ist ein Treibhausgas (THG), auch bekannt als Distickstoffmonoxid. Es trägt zum Treibhauseffekt der Erde und zur heutigen globalen Erwärmung bei. Die meisten Emissionen stammen aus dem Agrarsektor. Lachgas wird jedoch auch in medizinischen und zahnärztlichen Verfahren verwendet. Daher gibt es auch erhebliche Emissionen aus dem Gesundheitssektor.
Lachgas ist ein starkes Treibhausgas. Im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2) ist es viel stärker. Beispielsweise hat 1 kg des Gases die gleiche Erwärmungswirkung wie 300 kg CO2.
Treibhausgase
Treibhausgase tragen zum Treibhauseffekt bei, was zu einer wärmeren Temperatur auf der Erde führt. Die Gase können die Sonnenwärme einfangen, wenn sie in die Atmosphäre freigesetzt werden. Dieser Prozess geschieht durch den Albedo-Effekt – wenn Sonnenstrahlen von der Erdoberfläche ins All reflektiert werden. Die THG-Gase fangen die Wärmewellen ein, oder mit anderen Worten, sie absorbieren langwellige Wärmestrahlung.
Die wichtigsten THG-Gase sind Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2). Dann gibt es Methan (CH4), Lachgas (N2O) und Ozon (O3). Das Globale Erwärmungspotenzial, GWP, misst, wie stark jedes Gas ist. Durch den Vergleich des Potenzials eines Gases mit CO2. Daher hat CO2 einen GWP von 1.
Was ist Lachgas?
Lachgas ist ein farbloses Treibhausgas, das natürlich und durch menschliche Aktivitäten freigesetzt wird. Über 60 % der Emissionen stammen aus natürlichen Prozessen. Sie kommen beispielsweise aus der Vegetation, dem Erdboden und biologischen Prozessen in den Ozeanen. Allerdings stammen fast 40 % der Emissionen aus menschlichen Aktivitäten. Wie erwähnt, sind diese hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Eine häufige Quelle ist der Einsatz von chemischen Düngemitteln auf den Feldern. Es wird auch beim Verbrennen von Biomasse und fossilen Brennstoffen freigesetzt. Wie erwähnt, kommen einige Emissionen auch aus dem Gesundheitssektor.
Das Treibhausgas kann etwa 120 Jahre in der Atmosphäre verbleiben und trägt daher lange zur globalen Erwärmung bei. Die lange Lebensdauer lässt das Gas höher in die Atmosphäre aufsteigen. Schließlich erreicht es die Stratosphäre und zerfällt in Stickoxide. Diese Stickoxide schädigen die Ozonschicht.
Daher sind Lachgasemissionen aus mehreren Gründen schädlich. Es ist ein starkes Treibhausgas, das zu gefährlichen Kettenreaktionen beiträgt. Letzteres bezieht sich hauptsächlich auf die Schädigung der Ozonschicht. Trotzdem muss es noch unter dem Montrealer Protokoll, dem internationalen Abkommen zum Schutz der Ozonschicht, reguliert werden. Bis heute bleibt es eine der Hauptbedrohungen für die Schicht.
Beispiel einer Quelle: What’s your impact, Stanford news